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Stiftungsziele und Entstehung der Stiftung

Das Ziel der Stiftung Demoskopie Allensbach ist, wie es in der Präambel ihrer Satzung heißt, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, daß "unabhängig und auftragsungebunden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Demoskopie durchgeführt, Wissenschaft und Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs gefördert und Forschungsergebnisse publiziert werden können und daß in Verbindung damit das demokratische Staatswesen gestärkt wird".

Die Stiftung Demoskopie Allensbach verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Das Stiftungsziel wird vor allem verwirklicht durch folgende Maßnahmen:

  • Die Durchführung von methodischer Grundlagenforschung und von Forschungsprojekten mit gesellschaftspolitischer Relevanz auf dem Gebiet der Meinungsforschung. Die Durchführung von Auftragsforschung ist hiervon nicht umfaßt und der Stiftung nicht gestattet. Forschungsergebnisse werden einer interessierten Öffentlichkeit durch geeignete Maßnahmen zeitnah zugänglich gemacht, zum Beispiel durch Veröffentlichungen in Fachzeitschriften oder anderen Publikationen.
  • Die Förderung von öffentlich-rechtlichen und gemeinnützigen Forschungsinstituten und Einrichtungen, um die wissenschaftliche Umfrageforschung und ihre Methode in Deutschland bekannt zu machen und sie in Lehre und Forschung an den Universitäten zu verankern.
  • Die Veranstaltung von wissenschaftlichen Symposien und Konferenzen.
  • Die Förderung von Wissenschaftlern bei der Durchführung von Forschungsarbeiten, bei Konferenzteilnahmen und durch Stipendien.
  • Die Dokumentation, Sammlung und Archivierung wissenschaftlicher Arbeiten und Werke.
  • Qualitätskriterien der Umfrageforschung, die im Austausch mit einzelnen Wissenschaftlern und Instituten aus dem In- und Ausland entwickelt worden sind, sollen in die Forschungspraxis umgesetzt und gefördert werden.

Der Gedanke einer Stiftung Demoskopie Allensbach reicht bis in das Jahr 1949 zurück. Bereits zwei Jahre nach der Gründung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Jahr 1947 in Allensbach am Bodensee wollten die beiden Gründer, Elisabeth Noelle und ihr erster Ehemann Erich Peter Neumann (1912-1973), eine "Stiftung zur methodischen Förderung der Umfrage-Forschung in Deutschland" errichten. Diese Stiftung sollte sicherstellen, daß auch in Zukunft die gewählte unternehmerische Konzeption erhalten bleibt, der sich die beiden Institutsgründer verpflichtet fühlten: bei ihrer Forschungsarbeit nicht wirtschaftlichen, sondern wissenschaftlichen Kriterien den Vorrang zu geben. Fast 50 Jahre später wurde aus diesem Plan Wirklichkeit.

Am 12. April 1996 wurde die Stiftung Demoskopie Allensbach gegründet als eine gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Allensbach. Elisabeth Noelle, die Gründerin des Allensbacher Instituts, übertrug dafür 99 Prozent ihres Alleinbesitzes an der Institut für Demoskopie Allensbach Gesellschaft zum Studium der öffentlichen Meinung mbH auf die Stiftung Demoskopie Allensbach. Ein Prozent ist der IfD Unternehmensverwaltungsgesellschaft mbH vorbehalten. Durch die Bindung an eine der Grundlagenforschung verpflichtete gemeinnützige Stiftung soll das Institut für Demoskopie Allensbach als eine lebendige Forschungseinrichtung erhalten werden, unabhängig von der Person seiner Gründerin, im Schutz eines Stiftungsvorstands und eines Kuratoriums aus leitenden Persönlichkeiten der Wirtschaft.

Die Stiftung ist als gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts anerkannt. Sie dient ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten Zwecken im Sinne des §§ 51 ff. AO. Sie ist berechtigt, für Spenden, die der Förderung wissenschaftlicher Zwecke auf dem Gebiet der Demoskopie dienen, förmliche Spendenbestätigungen auszustellen. Die Stiftung Demoskopie Allensbach ist seit 1997 Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen e.V.

 

Foto: © Archiv der Stiftung Demoskopie Allensbach

Die Stifterin, Univ. Prof. Dr. Dr. h.c. Elisabeth Noelle

Vita

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